Häufige Fragen (FAQ)
Allgemein
Wer fliegt bei UDD?
Ich selbst. UDD ist ein Einzelunternehmen — Sie sprechen bei der Anfrage, beim Termin und bei der Auswertung immer mit derselben Person.
In welcher Region sind Sie unterwegs?
Mainz, Rheinhessen und das angrenzende Rheinland-Pfalz und Hessen. Kurze Wege bedeuten kurzfristige Termine. Für Einsätze außerhalb dieses Gebiets fragen Sie einfach an.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Ich bin im Vorruhestand und dadurch zeitlich flexibel — auch werktags, früh am Morgen oder nachts. Kurzfristige Termine sind in der Regel möglich, sofern das Wetter mitspielt.
Was kostet ein Einsatz?
Die Preise für die häufigsten Leistungen finden Sie auf der Preisseite. Was den Preis beeinflusst: Anfahrt, Größe des Objekts, Aufwand für Genehmigungen, Umfang der Auswertung und Termindruck. Sie erhalten vorab ein unverbindliches Angebot mit dem Endpreis.
Kommt zum genannten Preis noch Mehrwertsteuer dazu?
Nein. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus. Der genannte Preis ist der Endpreis.
Ablauf und Technik
Wie läuft ein Auftrag ab?
Sie schildern Ihr Anliegen, wir klären am Telefon, ob eine Befliegung das richtige Mittel ist. Danach prüfe ich die luftrechtliche Lage am Standort und beschaffe erforderliche Genehmigungen. Der Flug selbst dauert je nach Objekt zwischen zwanzig Minuten und zwei Stunden. Sie erhalten die aufbereiteten Aufnahmen mit markierten Fundstellen.
Muss ich beim Termin anwesend sein?
Nicht zwingend, aber es hilft. Wer das Objekt kennt, kann direkt sagen, wo etwas auffällig ist — das spart Zeit und macht das Ergebnis besser.
Mit welcher Technik fliegen Sie?
Mit einer DJI Matrice 4T: drei optische Kameras, eine radiometrische Wärmebildkamera mit 640 × 512 Pixeln und ein Laserentfernungsmesser in einem System. Dazu kommt ein Nachtmodus, der auch bei sehr wenig Licht noch farbige Bilder liefert, sowie ein Infrarot-Hilfslicht, das für das menschliche Auge unsichtbar bleibt. Bei Bedarf lassen sich ein Suchscheinwerfer und ein Lautsprecher ansetzen.
Ergänzend nutze ich ein handgeführtes Wärmebildgerät für die Suche vom Boden aus — bei Nachsuchen und Tiersuchen arbeiten Drohne und Handgerät oft zusammen.
Kann man bei Regen oder Wind fliegen?
Die Matrice 4T hält bis 12 m/s Wind aus, das entspricht rund 43 km/h. Praktisch fliege ich deutlich darunter — nicht weil das Gerät es nicht schafft, sondern weil ruhige Luft schärfere Bilder und stabilere Messwerte liefert. Bei Regen fliege ich nicht, die DJI Matrice 4T ist nicht wasserdicht.
Für thermografische Messungen an PV-Anlagen gelten zusätzlich enge Vorgaben: Die IEC TS 62446-3 verlangt mindestens 600 W/m² Einstrahlung, Wind unter 4 m/s und die Anlage im Normalbetrieb. Ich prüfe vorab, ob die Bedingungen passen, und verschiebe lieber, als ein Ergebnis zu liefern, das nichts taugt.
Brauche ich ein Gerüst oder einen Hubsteiger?
Nein. Genau das ist der Punkt: Die Aufnahmen entstehen aus der Luft, niemand muss aufs Dach oder in die Höhe.
Sind Sie versichert?
Ja, mit einer Luftfahrt-Haftpflicht über 3 Mio. Euro Deckungssumme pauschal für Personen- und Sachschäden. Bei Aufträgen für Behörden und Unternehmen erhalten Sie eine Deckungsbestätigung meiner Versicherung.
Welche Qualifikationen haben Sie?
EU-Fernpilotenzeugnis für die Unterkategorien A1/A3 und A2 sowie für die Standardszenarien (STS), dazu die praktische STS-Akkreditierung. Fachschulungen für PV-Inspektion und ASP-Kadaversuche. Beruflich komme ich aus der Elektrotechnik — das hilft bei der Beurteilung dessen, was im Wärmebild zu sehen ist.
Dürfen Sie überall fliegen?
Nein. Über Wohngebieten, in der Nähe von Flughäfen, über Bahnanlagen, Anlagen der Energieversorgung und in Schutzgebieten gelten Einschränkungen. Ich prüfe das vor jedem Auftrag und beschaffe die erforderlichen Genehmigungen. Wo ein Flug nicht zulässig ist, sage ich Ihnen das — auch wenn es mich den Auftrag kostet.
Thermografie und Photovoltaik
Was erkennt eine Wärmebildkamera an einer PV-Anlage?
Hotspots auf einzelnen Zellen, durchgeschaltete Bypass-Dioden, Substring-Ausfälle, Verschmutzungen und Verschattungen. Alles, was sich als Temperaturunterschied zeigt. Was die Ursache ist, gehört anschließend in die Hände eines Fachbetriebs — ich liefere die Grundlage für dessen Entscheidung.
Ist eine Inspektion auch bei einer neuen Anlage sinnvoll?
Gerade dann. Solange die Gewährleistung läuft, ist ein dokumentierter Mangel bares Geld. Und wenn nichts gefunden wird, haben Sie schriftlich, dass sauber gebaut wurde. Beides ist ein Ergebnis.
Was bringt Thermografie an einem Gebäude?
Sie zeigt Wärmebrücken, Feuchtebereiche und Undichtigkeiten — Stellen, an denen Wärme verloren geht oder Wasser eindringt. An Dächern lassen sich so Schadstellen finden, die von unten nicht sichtbar sind.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Gebäudethermografie?
In der kalten Jahreszeit, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und außen groß genug ist. Für PV-Anlagen gilt das Gegenteil: Dort braucht es Sonne und ausreichend Einstrahlung.
Wildtier und Jagd
Wie funktioniert die Suche nach Rehkitzen?
Vor der Mahd wird die Fläche in den frühen Morgenstunden im Wärmebild abgeflogen, solange der Boden noch kühl ist. Kitze zeichnen sich dann deutlich ab und können geborgen werden, bevor der Mähbalken kommt.
Bieten Sie Kitzrettung als Dienstleistung an?
Kitzrettung fliege ich in den Revieren, in denen ich selbst jagdlich eingebunden bin. Für Flächen außerhalb wenden Sie sich am besten an das örtliche Kitzrettungsteam: Eingetragene Vereine werden bei der Anschaffung von Wärmebilddrohnen mit öffentlichen Mitteln gefördert und fliegen ehrenamtlich.
Meine Ausrüstung ist ohne Fördermittel finanziert. Deshalb kann ich diese Leistung nicht kostenlos anbieten — für die Vereine ist es dagegen genau das, wofür die Förderung gedacht ist.
Was ist Wildmonitoring und wem nützt es?
Die systematische Erfassung von Wildbeständen aus der Luft, meist nachts im Wärmebild. Für Revierinhaber und Behörden entsteht so eine belastbare Grundlage, wo bisher geschätzt werden musste.
Sie fliegen im Rahmen der Afrikanischen Schweinepest — was heißt das?
Beim ASP-Monitoring wird die Wildschweinpopulation überwacht und nach Fallwild gesucht. Verendete Tiere tragen eine hohe Virenlast und sind vom Boden aus im Bewuchs oft nicht zu finden. Für die Naturschutzgebiete Laubenheimer-Bodenheimer Ried liegt mir dafür eine naturschutzrechtliche Befreiung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd vor. In diesem Bereich arbeite ich mit dem Veterinäramt des Landkreises Mainz-Bingen zusammen.
Kann eine Drohne bei der Nachsuche helfen?
Ja, angefahrenes oder krankgeschossenes Wild lässt sich im Wärmebild oft schnell lokalisieren. Das verkürzt die Suche — ersetzt aber weder den Schweißhund noch den Hundeführer.
Und wenn es nicht passt?
Was tun Sie nicht?
Ich stelle keine Diagnosen, für die man das Bauteil öffnen oder direkt am Objekt messen müsste. Ein Wärmebild zeigt Temperaturunterschiede — woher sie kommen, klärt der Fachbetrieb vor Ort. Und wenn eine Befliegung für Ihr Anliegen nicht das richtige Mittel ist, sage ich Ihnen das im ersten Gespräch.
